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Steppach

Geschichte

Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1150 geht Steppach das erste Mal hervor. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich viel in Steppach verändert. Früher lag der Ortsmittelpunkt an der Alten Reichsstraße und verschob sich in den letzten Jahren in die Mitte von Steppach an die Ulmer Straße. Die Zeitgeschichte Steppachs ist an der Alten Reichsstraße heute noch an den alten Bauernhöfen, der alt eingesessenen Brauereigaststätte Fuchs und der alten Ortskirche aus dem Jahre 1626 zu erkennen. Die ehemalige Ortsdurchfahrt wurde im Zuge einer Sanierungsmaßnahme völlig neu gestaltet und verkehrsberuhigt ausgebaut. An der in den letzten Jahren gebauten Ortsumfahrung ist ein belebtes Einkaufs- und Geschäftszentrum entstanden. Nordwestlich davon entstand in den siebziger und achtziger Jahren das neue Gemeindezentrum mit Schule, Schwimmbad, Kindergarten und neuer Kirche. Mit dem 1901 erbauten Bismarckturm steht in Steppach eines der markantesten Bauwerke der Stadt. Der 1983 gänzlich renovierte Turm ist heute Ausflugsziel und Aussichtsturm. Mit seinen beinahe 4.000 Einwohnern ist Steppach einer der größten Stadtteile von Neusäß.

Wissens- und Sehenswertes

Der aus Tuffstein gebaute Bismarckturm ist das Wahrzeichen von Steppach. Es ist eines der Bismarck-Denkmäler, die zur damaligen Zeit deutschlandweit zu Ehren von Reichskanzler Otto von Bismarck erbaut wurden. Die Grundsteinlegung erfolgte 1901, aber der 20 m hohe Turm wurde erst 1905 fertig gestellt. Ursprünglich trug der Turm eine wuchtige, eiserne Feuerschale, in der bei der Einweihung ein großes Feuer entfacht wurde. 1958 wurde der Turm geschlossen und erst in den 80er-Jahren nach diversen Renovierungsmaßnahmen wieder eröffnet. In den Sommermonaten ist der Turm begehbar und der Besucher findet über eine Steintreppe mit 69 Stufen (im Abschluss eine Eisentreppe mit 22 Stufen) die Aussichtsplattform mit einem grandiosen Blick auf Augsburg vor. Regelmäßig findet am ersten Juliwochenende das beliebte Bismarckturmfest statt und jährlich an Silvester versammeln sich hier viele Menschen, um das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen. Der östliche Hang unterhalb des Turms ist als Rodelhang sehr beliebt.

Die kleine alte Ortskirche St. Gallus diente den Steppachern über Jahrhunderte hinweg als Ort des Gebetes. Auch heute noch finden hier in der warmen Jahreszeit regelmäßig Gottesdienste statt, jedoch war die Dorfkirche für die große Gemeinde zu klein geworden. Daher wurde in den achtziger Jahren mit dem Bau der St. Raphael Kirche begonnen.

Zu empfehlen ist auch der kleine Steppacher Weihnachtsmarkt. Jeweils an den Adventswochenenden findet hier ein großartiges Kinderprogramm statt mit z. B. Kinderbackstube, Märchenzelt, Toben im Stroh, Lagerfeuer mit Stockkartoffeln oder auch Kamel- und Ponyreiten.

Bei einem Besuch in Steppach muss man am alten Brauereigasthof Fuchs Halt machen. In dieser alten, urigen Wirtschaft, in der schon Casanova und Napoleon genächtigt haben, kann man gut bayrische Küche mit Fleisch und Wurst aus der Hausschlachterei bei einem zünftigen Bier genießen. Früher wurde hier das Bier selbst gebraut, was aus Gründen der Wirtschaftlichkeit eingestellt werden musste, obwohl die Anlagen noch völlig intakt sind. Aber egal, ob man in der Wirtsstube am Kachelofen einen Platz findet oder im Biergarten Natur und Sonne genießt, „der Fuchs von Steppach” ist Tradition und ein Zeichen der Gemütlichkeit.

Der Turn- und Sportverein Steppach ist einer der größten Sportvereine des Landkreises Augsburg und der einzige Neusässer Sportverein mit eigenem Sportzentrum. Er blickt auf eine über 100jährige Tradition zurück und bietet heute sowohl Breitensport wie auch Spitzensport und gesunde Freizeitgestaltung für die ganze Familie.